Der Regierungschef sagte beim feierlichen Gelöbnis von etwa 100 Soldatinnen und Soldaten des Heimatschutzregiments 5 im Vonderau Museum in Fulda: „Die Zeiten von Soft Power und Appeasement sind vorbei. Wir müssen unsere Verteidigung in die eigene Hand nehmen und sicherer, souveräner und resilienter werden. Wir stehen mitten in einer Neuordnung der Welt. Die internationale Ordnung, die auf Rechten und auf Regeln ruhte, gibt es so nicht mehr. Deshalb kommt der Verteidigungsfähigkeit und damit auch der Bundeswehr eine zentrale Rolle zu. Es ist daher richtig, so viel Geld wie nie zuvor in der Geschichte der Bundeswehr in Verteidigung und Sicherheit zu investieren.“
Die etwa 100 Soldatinnen und Soldaten sind fortan Teil des Heimatschutzregiments 5, das im Oktober 2024 feierlich in Wiesbaden im Beisein des Ministerpräsidenten aufgestellt worden war. Ihm gehören insgesamt 1200 Soldatinnen und Soldaten an, davon sind 90 Prozent Reservistinnen und Reservisten – also ehemalige Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilpersonen, die sich neben ihrem Alltag der Bundeswehr verpflichtet haben. Aufgabe des Heimatschutzregiments ist es, die aktiven Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bei der Landes- und Bündnisverteidigung zu unterstützen.
Mehr als ein Dienst
Rhein dankte den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz für Deutschland. „Was die Soldatinnen und Soldaten täglich leisten, ist mehr als ein normaler Dienst, denn sie geloben, Deutschland zu dienen und zu verteidigen. Sie stehen ein für mehr als 80 Millionen Menschen. Sie garantieren Freiheit, Stabilität und Sicherheit. Das verdient Respekt, Anerkennung und Wertschätzung.“ In dieser unruhigen Zeit Verantwortung zu übernehmen, erfordere Mut. Durch das Gelöbnis bekennen sich die rund 100 Soldatinnen und Soldaten zu Recht und Freiheit und werden gleichzeitig mit dem Abschluss ihrer Basisausbildung in die militärische Gemeinschaft aufgenommen.