Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Innenminister Poseck zieht Bilanz zum Action-Day

Die Polizei Hessen hat am 25.08.2026 einen Action-Day „Bekämpfung des Fahrens unter Einfluss von Alkohol“ und Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt der Verkehrstüchtigkeit durchgeführt.

Insgesamt wurden am gestrigen Tag 3.290 Fahrzeuge kontrolliert. Im Ergebnis wurden 21 Verkehrsteilnehmer unter Einfluss von Alkohol festgestellt. Leider ist auch festzustellen, dass weitere beeinflussende Substanzen im Rahmen der Kontrollmaßnahmen festgestellt wurden, da die Zahl der festgestellten Personen unter Einfluss von Cannabis und illegalen Betäubungsmitteln bei 29 liegt.

Die Kontrollaktion der hessischen Polizei erfolgte an dem Tag an verschiedenen Örtlichkeiten und zu allen Tages- und Nachtzeiten. Neben PKW-Fahrern wurden auch andere gewerbliche und Privatverkehre, etwa Elektrokleinstfahrzeuge, kontrolliert.

Unberechenbare Gefahr für den Straßenverkehr

Innenminister Roman Poseck unterstreicht die Botschaft des Aktionstages: „Alkohol hat am Steuer nichts verloren. Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ein Fahrzeug führt, gefährdet sich selbst und bringt andere Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr. Die Verkehrsunfallstatistik belegt die Gefahr: Im Jahr 2025 musste die hessische Polizei einen Anstieg der Unfallzahlen, die sich unter Alkoholeinfluss ereignet haben, verzeichnen. Insbesondere Verkehrsunfälle, in deren Folge es zu Verletzungen von Personen kam, sind im Vergleich zum Jahr 2024 um ca. 14 Prozent gestiegen. So ereigneten sich im Jahr 2024 1.005 Verkehrsunfälle, bei denen Alkoholeinfluss unfallursächlich war. Im Jahr 2025 wurden 1.149 Unfälle im Rahmen der polizeilichen Unfallaufnahme festgestellt.

Besonders gefährlich sind Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Wer bekifft oder betrunken fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Die Legalisierung von Cannabis bedeutet für die Polizei deutlich erschwerte Kontrollmöglichkeiten. Legal und illegal verschwimmen jetzt, was zu zahlreichen komplexen Abgrenzungsfragen im polizeilichen Alltag führt. Die Erhöhung des THC-Grenzwerts halte ich für besonders gefährlich, da die Wirkung von Cannabis und der Abbau der Droge schwer einzuschätzen sind. Vor allem in Verbindung mit Alkohol birgt Cannabis eine unberechenbare Gefahr für den Straßenverkehr. Die Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss blieben im vergangenen Jahr auf einem konstant hohen Niveau. 2025 gab es 3.399 Unfälle, bei denen Alkohol oder berauschende Mittel eine Rolle spielten (davon 1.281 mit Personenschaden). 18 Menschen kamen dabei ums Leben.

Rücksicht und Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer

Der in der Unfallstatistik feststellbaren Tendenz tritt die hessische Polizei unter anderem mit dem Aktionstag „Bekämpfung des Fahrens unter Einfluss von Alkohol“ entgegen. Die Polizei hat durch die gestrige Aktion daran erinnert, dass Trunkenheit im Verkehr entschlossen verfolgt wird. Die Ergebnisse des Aktionstages zeigen, dass viele Fahrer die Gefahren von Alkohol und weiteren berauschenden Mitteln unterschätzen. Ich appelliere an Rücksicht und Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer.“